Gotteszone. Die Reise ins Licht

Roman, p-machinery 2019, 312 Seiten

Die Lieferungen aus Gordian Prime sind ausgefallen. Alle Kontaktversuche zu den Siedlern bleiben erfolglos.

Der Konzern chartert die Golombek, um vor Ort die Situation zu rekognoszieren. Gerlach und sein Expeditionsteam treffen in der Kolonie auf einen Toten und ein altes Ehepaar. Die restlichen Siedler sind spurlos verschwunden. Die beiden Alten sind verwirrt und apathisch und nicht in der Lage, darüber zu berichten, was vorgefallen ist. Pitou, die Medizinerin, diagnostiziert eine krankhafte Hyperreligiosität.

Noch bevor sie klären kann, ob fanatische Ideen oder ein Parasit die Hirne der beiden manipuliert haben, beginnt sich die Krankheit in den Köpfen des Expeditionsteams einzunisten …

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Tom Turtschi
GOTTESZONE
Die Reise ins Licht

 

AndroSF 103
p.machinery, Winnert, Juli 2019, 312 Seiten,
Hardcover 140 x 220 mm mit Schutzumschlag
ISBN 978 3 95765 168 6 – EUR 21,90 (DE) | EUR 22,50 (AT) | CHF 29,90 (CH)
E-Book: ISBN 978 3 95765 916 3 – EUR 10,99 (D

https://www.pmachinery.de/

„Ich finde die Story großartig, ein packender Science Fiction Thriller mit viel Philosophie und Gedanken zum Leben und dem Universum.“ Rainer Wekwerth

Wenn ich gefragt werde, worum es in der GOTTESZONE geht, gibt es zwei mögliche Antworten. Ich kann den Klappentext erzählen, also die Handlung des Plots in kurzen Worten schildern. Oder ich kann auf die Themen verweisen, die mich interessiert haben. Der Text umkreist folgende Fragen:

Ist Gott ein Gehirnzustand? Religiöse Gehirne weisen auffällige anatomische Veränderungen auf. Ist es eine Krankheit, etwa ein Virus, der die Gehirne verändert - oder sind es Ideen, Meme, die den Geist infizieren?

Welche Möglichkeiten stehen dem menschlichen Geist zur Verfügung, sich und die Welt zu verstehen, wenn er über vertraute Bezüge hinaus ins Unbekannte vorstößt? Was leistet dabei die Wissenschaft, welche ethischen und metaphysischen Fundamente tragen den Menschen?

Die Eschatologie vieler Sci-Fi-Geschichten ist gnostisch motiviert. Das heisst, die Frage nach den letzten Dingen und der Aufbruch in eine neue Welt wird gerne im Gewand alter Mythen und Märchen erzählt. Meistens als Heldenreise, als Kampf des Guten gegen das Böse, als Weg zur Erkenntnis und ins Licht. 
Mich reizte der Versuch, diese Stereotypien zu untergraben. Mit den Motiven zu spielen, sie aber neu aufzumischen. Wie begegnen wir einem Alien, das sich schlicht nicht in die Kategorien von Gut und Böse einordnen lässt? Wie orientieren wir uns in einem Text, wenn der Held fehlt? Keine Identifikationsfigur durch die Geschichte führt? Was bedeutet eine Reise ins Licht, welche Erkenntnisse dürfen wir erwarten?
Die GOTTESZONE ist multiperspektivisch erzählt. Jede Figur versucht mit ihren Mitteln und Fähigkeiten, der Wahrheit auf die Schliche zu kommen. Natürlich sieht die Wahrheit der Wissenschaftlerinnen, der Biologin und der Medizinerin, anders aus als jene des Philosophen, Ökonomen oder des Haudegens. Gelingt es der Crew, gemeinsam das Rätsel zu knacken - oder reden sie aneinander vorbei?

Selbstverständlich masst sich der Text nicht an, Antworten auf die letzten Fragen zu geben. Die GOTTESZONE ist der Versuch, mit diesem Themengeflecht eine spannende, rasante Geschichte zu erzählen.

tom, 3-7-2019

    no business today